Blog zu Kunst und Wirtschaft

Hier finden  Sie Blogbeiträge rund um Kunst und Wirtschaft
Themen u.a.:

  • Preisverleihungen von Firmen an Künstler
  • Preise für Firmen und ihr Kunstengagement
  • Herausragende Best Practice Beispiele von der Arbeit mit Kunst in Unternehmen
  • Vorträge
  • Zitate von Künstlern oder Unternehmern
  • Veranstaltungen zum Thema

 

Die LBBW in Stuttgart verstärkt ihre Sammlungsaktivitäten 07. Mai 2018
Arbeit von Thomas Grünfeld aus der Sammlung der LBBW – ausgestellt auf der art cologne

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mit Hauptsitz in Stuttgart hat eine hervorragende Sammlung mit Museumsqualität. Über 3.000 Werke umfasst diese Corporate Collection inzwischen – von Franz Ackermann und Stephan Balkenhol über Andreas Gursky, Jorge Pardo, Rosemarie Trockel und Tobias Reberger bis zu Peter Zimmermann sind große, bekannte Künstler vertreten, einige von ihnen wurden schon früh gekauft. Zum Teil sind es ganze Werkblöcke, die auch einen kleinen Einblick geben in die Entwicklung der Werkgenese. Der Start der Sammlung liegt in den 1970er Jahren, als viele andere Unternehmen und Banken begannen Kunst zu sammeln (so u.a. Daimler, BMW und die Deutsche Bank).
Der konzeptuelle Schwerpunkt lag zunächst bei Künstlern aus Stuttgart und Baden-Württemberg, so auch viele, die an den Akademien in Karlsruhe und Stuttgart unterrichten. In ihrem heutigen Sammlungsschwerpunkt widmet sich die Kunstsammlung unter dem Stichwort Collecting Contemporary ausschließlich der international renommierten, zeitgenössischen deutschen Kunst. Allein an die 1.000 Werke werden im Hauptsitz in Stuttgart präsentiert. Kurator der Sammlung ist Lutz Casper.

In Kooperation mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) wurden Teile der Sammlung öffentlich gezeigt. Bei der letzten art cologne im April 18 wurde unter dem Titel „Comeback – Sammlung LBBW – Bereit für Neues“ ein kleiner Ausschnitt gezeigt und damit das Comeback gefeiert. Viele Jahre war es ruhig geworden. Doch nun möchte die LBBW ihre Sammlung erweitern und verstärkt der Öffentlichkeit zugänglich machen, sie vermitteln und das Informationsangebot erweitern.

„Wir als Bank bekennen uns zu Kunst als einer wertvollen Facette unserer Unternehmenskultur. Kunst ist ein wichtiges materielles und geistiges Erbe unserer Gesellschaft, das auch wir bewahren und fördern wollen. Denn Banken sind Teil der Gesellschaft und als solcher in der Pflicht, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, betont LBBW-Vorstand und Kuratoriumsvorsitzender Thorsten Schönenberger. „Und wir wollen sie einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. (…) Kunst erfordert aber auch, immer am Puls der Zeit zu bleiben und sich in Neuland zu wagen. In diesem Sinne werden wir unsere Sammlung kontinuierlich weiterentwickeln. Auf einen intensiven und spannenden Dialog mit der Kunst und den vielen Menschen, die mit ihr zu tun haben, freuen wir uns schon sehr.“ (Quelle: Pressemitteilung vom 17.4.18)

Um die Aktivitäten voranzutreiben, wurde ein ehrenamtliches Sammlungskuratorium gebildet. Die konstituierende Sitzung fand am 9. April 18 statt. Das Kuratorium wird die Landesbank
Baden-Württemberg in allen Bereichen der Kunst und ihrer Förderung beraten, Empfehlungen aussprechen und auch den weiteren Aufbau der Sammlung begleiten.

Zum erweiterten Aufgabengebiet gehören die Entwicklung von Ausstellungskonzepten und neuen Sammlungspräsentationen in den Hauptgebäuden der LBBW, der LBBW Art Club mit Veranstaltungen für Mitarbeiter und Kunden sowie Präsentationen und Lectures zur zeitgenössischen Kunst. Auch die Produktion von Publikationen ist geplant.

weitere Infos

Warsteiner Kunstpreis ausgeschrieben, Bewerbung bis 31.7.18, Verleihung auf der art düsseldorf 29. April 2018

BLOOOM Award by WARSTEINER 201
Künstler können sich bis zum 31. Juli um den internationalen Kunstpreis bewerben
Bis zum 31. Juli läuft die Bewerbungsphase für „Deutschlands größten offenen internationalen Kunstpreis“, so das Unternehmen Warsteiner.

Zur Teilnahme berechtigt sind alle Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Es gibt keine maximale Altersbeschränkung. Pro Künstler darf nur eine Arbeit eingereicht werden.
Die Teilnahme erfolgt online unter www.blooomaward.com und ist bis zum 31. Juli 2018, 23:59 Uhr (Einreichung des vollständigen Teilnahmeformulars) möglich.

Auf die Gewinner warten attraktive Preise (http://www.blooomawardbywarsteiner.com/Preise). Außerdem präsentieren alle Finalisten ihre Werke vom 16. bis zum 18. November 2018 auf der art düsseldorf vor einem großen Publikum.
Die Zahlen beweisen, dass das Interesse daran groß ist: Im Jahr 2017 bewarben sich 2.300 Kunstschaffende aus 90 Ländern um den Award. Das war im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von 15 Prozent und sprengte erneut den Teilnehmerrekord.
Die Jury des BLOOOM Award by WARSTEINER besteht – wie 2017 – aus: Catharina Cramer (Schirmherrin und Inhaberin der Warsteiner Gruppe), Yasha Young (Direktorin und Kuratorin von Urban Nation) und Walter Gehlen (Direktor der art Düsseldorf). Sie werden jedes Jahr aufs Neue um weitere Juroren aus der Kunstwelt und Kreativindustrie ergänzt.2017 waren es u.a. Prof. Dr. Stephan Berg, Leiter des Kunstmuseum Bonn, Alain Bieber, Direktor des NRW-Forum und Uwe Flade, Musikvideo-Regisseur.
Für Catharina Cramer ist es wichtig, im Rahmen der Kulturförderung ihres Unternehmens einen Teil dazu beizutragen, neue Wege in der Kunstszene zu gehen und junge Künstler zu fördern.
Weitere Informationen unter http://www.blooomawardbywarsteiner.com/
Kunst privat! – Ein Rundgang durch Hessens Unternehmenssammlungen am 9./10.6.18 29. April 2018

Anmeldung ab 9. Mai, 9.00 Uhr
Veranstaltung am Wochenende 9./10. Juni 18 in Hessen

Diese Veranstaltung ist ein unbedingtes „Muss“, wenn man sich über Unternehmenssammlungen informieren und sie sehen möchte.
Seit 2005 organisiert das Hessische Ministerium für Wirtschaft diesen Rundgang durch Hessens Corporate Collections.

Bei der Aktion „Kunst privat!“ (ein irreführender Titel) öffnen an dem Wochenende 9./10. Juni über 30 Unternehmen und Institutionen in vielen hessischen Städten ihre Kunstsammlungen für Besucher. Die sonst nicht öffentlich zugänglichen Werke zeigen verschiedene Epochen und Sammlungen, von der Renaissance bis in die Gegenwart, von Gemälden bis hin zu Fotografien und Installationen.

Die Teilnahme an Führungen ist kostenlos und bedarf lediglich einer Anmeldung.

Das vollständige Programmheft kann hier abgerufen werden: kunstprivat_broschuere_18. Auf der Seite www.kunstprivat.net können sich Interessenten ab 9. Mai, 9.00 Uhr, zu den Kunstführungen anmelden. Auch direkte Anmeldungen bei den teilnehmenden Unternehmen sind möglich.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass umgehende Anmeldungen zum Erfolg führen. Die zumeist auf nur etwa 10-20 Personen reduzierten Rundgänge sind schnell ausgebucht.

„Kunst privat!“ ist eine Initiative der Wirtschaft und wird vor allem durch das Engagement der beteiligten Unternehmen getragen, die so ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen.

Best Practice: Secorvo, eine mittelständische Firma aus Karlsruhe 09. März 2018

Das mittelständische Karlsruher Beratungsunternehmen Secorvo arbeitet seit vielen Jahren eng mit nur einen einzigen Künstler mit Namen Thitz – aus Winterbach bei Stuttgart.

Mit einer Leihgabe von fünfzehn Arbeiten anlässlich eines von Secorvo veranstalteten Kundenevents fing alles an: „Inzwischen gibt es nur noch wenige Wände im Unternehmen ohne die erfrischenden Bilder“, heißt es in einem Artikel des Karlsruher Wirtschaftsspiegels. „Und das nicht ohne Grund: `Erfolgreiche Künstler und Berater haben viele Gemeinsamkeiten. Beide leben von Kreativität, Ideen und Inspiration. Bei beiden sind die Arbeitsergebnisse immer ganz unmittelbar dem kritischen Blick des Betrachters ausgesetzt. Daher stellen beide an ihre Arbeiten hohe Qualitätsanforderungen. Und beide stehen mit jedem neuen Projekt, jeder neuen Arbeit vor einer neuen Herausforderung´, erläutert Dirk Fox, Geschäftsführer von Secorvo. `Bei den Arbeiten von Thitz kommt dazu, dass sie den Witz und die Lebensfreude des Künstlers ausstrahlen. Wer von solchen Bildern umgeben ist, kann nur gute Laune bekommen. Gelingt die Auswahl, kann das zudem die Bindung an das Unternehmen verstärken – eine Mitarbeiterin von Secorvo bringt es auf den Punkt: `Kündigen ist jetzt keine Option mehr – dann müsste ich ja auf meinen Thitz verzichten.´“

Die Kunst dient bei Secorvo somit dem Personalmanagement (insbesondere der Mitarbeiterbindung), der Corporate Social Responsibility (Förderung eines regionalen Künstlers) und dem Marketing (Schärfen der Arbeitgebermarke).

 

Best Practice: Kunst bei der BEST GRUPPE Düsseldorf 09. März 2018


Foto: Bild von Peter Uka

Die BEST GRUPPE in Düsseldorf fördert pro Jahr einen Künstler aus der Kunstakademie Düsseldorf. Eine Vorjury von Professoren der Akademie schlägt Künstler vor. Der Preis umfasst ein zwölf-monatiges Stipendium für den jeweiligen Künstler mit insgesamt 12.000 Euro, eine Einzelausstellung in den Büroräumen der BEST GRUPPE über das gesamte Jahr sowie den Katalog zur Ausstellung. Ferner erwirbt die BEST GRUPPE mindestens zwei Werke des Stipendiaten.

Mit der Förderung für die Künstler ist auch eine Förderung für die Mitarbeiter verbunden. Die Mitarbeiter helfen bei der Vernissage und lernen den Künstler über das Jahr hinweg kennen. Sie erhalten somit einen intensiven Kontakt zum Künstler, zu seinem Denken und Wirken. Manche Freundschaften und gegenseitige private Einladungen sind so entstanden.

Ein Ziel des Projekts sei es, die „Akzeptanz von anderen Lebensentwürfen“ zu fördern, so die Leiterin der Unternehmenskommunikation Petra Rieke. Die Mitarbeiter können Fragen an die Bilder und den Künstler stellen, um zu verstehen, welche Gedanken er oder sie sich gemacht hat. „Der Blick auf Dinge ändert sich.“ Zudem erhalten die Mitarbeiter durch die originalen Kunstwerke am Arbeitsplatz eine „wertige Umgebung“, so Rieke.

Ausschreibung Atelierstipendium LKART 27. November 2017

Die Open Source Festival gGmbH hält ab dem 1. Januar 2018 einen neuen Ort des Schaffens für junge KünstlerInnen bereit. In der Völklinger Str. 24, dem ehemaligen Landeskriminalamt in Düsseldorf-Unterbilk, entstehen im 1. Obergeschoss derzeit 13-15 Atelierräume (je 10-52 qm), unter dem Projektnamen LKART, für bis zu 30 KünstlerInnen. Die Ateliers können für 2 Jahre als Zwischennutzung durch junge KünstlerInnen aller Disziplinen aus dem Rheinland angemietet werden. Die JULIA STOSCHEK COLLECTION wird im Zuge dessen zwei Atelierstipendien für KünstlerInnen mit dem Schwerpunkt zeitbasierter Medienkunst für die Laufzeit eines Jahres fördern, beginnend zum 1. Januar 2018.

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Ankündigung: Vortrag „Gaukler, Quacksalber und Scharlatane – Die Zahnmedizin im Spiegel der Kunst” 27. November 2017

Referentin: Dr. Bettina Broxtermann, Kunsthistorikerin
Termin: Mittwoch, 13. Dezember 2017, 19:00 Uhr
Eintritt: 5 €
Treffpunkt: Kunstraum Gerdi Gutperle, Heidelberger Straße 9, 68519 Viernheim
Um Anmeldung wird gebeten: per E-Mail an info@kunstraum-gerdigutperle.de oder telefonisch unter 06204- 9145730.

Dr. Bettina Broxtermann greift bei ihrem Vortrag auf die umfangreiche Kunstsammlung der Firma BonaDent, Frankfurt, zurück. In vierzig Jahren trug Manfred Schmitt für sein Unternehmen eine vielseitige Kollektion aus Gemälden, Kupferstichen, Skulpturen, Büchern und Gerätschaften rund um die Zahnmedizin und ihre Schutzpatronin zusammen.

Vortrag von Richard David Precht 26. November 2017

Ich habe heute den Vortrag von Richard David Precht im ausverkauften Schauspielhaus Düsseldorf hören können.
Er redete im Wesentlichen über die dringend notwendige Schulreform im Kontext der Digitalisierung, Industrie 4.0 und des gesellschaftlichen Umbruchs. Precht fordert interdisziplinaere Projektarbeit statt Lernfaecher, ein Casting für Lehrer, die aus der Praxis kommen und lebendigen Unterricht gestalten können. Seine Idee ist, Lehrerakademien für alle Lehrer einzurichten (in denen u.a. Rhetorik und lebendiger Unterricht gelehrt wird) und Lernhaeuser. Es geht um die Ausbildung von Kompetenzen wie Humor, intrinsische Motivation, Kreativität (mein Reden) und Teambildung. Keine Ausbildung von Facharbeitern, weil man jetzt noch nicht weiß, welche Berufe überhaupt noch da sein werden und welche kommen. Vor allem muss das Schulsystem von unten revolutioniert werden. Warum, hat er eindeutig und plastisch dargestellt anhand der verkrusteten Verwaltung, Ministerien und Eitelkeiten der Zuständigen.

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