Blog zu Kunst und Wirtschaft

Hier finden  Sie Blogbeiträge rund um Kunst und Wirtschaft
Themen u.a.:

  • Preisverleihungen von Firmen an Künstler
  • Preise für Firmen und ihr Kunstengagement
  • Herausragende Best Practice Beispiele von der Arbeit mit Kunst in Unternehmen
  • Vorträge
  • Zitate von Künstlern oder Unternehmern
  • Veranstaltungen zum Thema

 

Kunst trifft Wirtschaft in Wuppertal 01. Dezember 2018

 

Christian von Grumbkow, Gunther Wölfges, Uta Atzpodien, Vok Dams, Daniel Hoernemann, Ulrike Lehmann. Fotos: Ralf Silberkuhl

 

Das von Künstlern in Wuppertal gegründete )) freies netz werk )) KULTUR e.V. organisiert seit der Gründung regelmäßige Jour fix-Treffen an unterschiedlichen Kunstorten und Nicht-Kunstorten und fokussiert relevante Themen, die die Kunst- und Kulturszene, die Stadtgesellschaft weiter bringen können. Am Montag, den 19.11.2018, fand der 12. Jour fixe seit Gründung statt. Es war zugleich der zweite, bei dem es um das Thema „Kunst trifft Wirtschaft“ ging, diesmal in der Sparkasse Wuppertal. Dabei wurde diskutiert, wie Wirtschaft und Künstler zusammen kommen können, wie zukünftig Kunst und Wirtschaft noch mehr voneinander profitieren und wie Kooperationen konstruktiv, kreativ und nachhaltig aussehen können.

Die Runde wurde mit einem Impulsvortrag von Gunther Wölfges, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Wuppertal, eröffnet. Er betonte zunächst, dass es das Grundprinzip der Sparkasse ist, am Gemeinwohl orientiert zu arbeiten und den Nutzen für die Gesellschaft zu steigern. Neben der Unterstützung beim Wirtschaften gehören hierzu vor allem Kunst und Kultur.

Wölfges stellte heraus, dass es in der Sparkasse Wuppertal bereits seit 50 Jahren Kunst gibt und diese in der Regel einen Bezug zur Stadt besitzt. Seither wurden 137 Ausstellungen realisiert und circa 3.000 Werke von 700 Künstlern erworben, die sich aus verschiedenen Gattungen der Bildenden Kunst zusammensetzen. Außerdem sucht die Bank explizit den Kontakt zu den Ateliers, um neben den Kunstwerken auch die Denkweisen der Künstler kennenlernen zu können.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Kunstsammlung einen bedeutsamen Stellenwert in der Sparkasse Wuppertal einnimmt. Gunther Wölfges Auffassung zufolge kann man sich durch die Farben oder Aussagen der Werke besonders inspirieren lassen. Doch der Zugang zu Kunst, über den die Mitarbeiter verfügen, sollte auch für die Bürger einer Stadt möglich sein, denn: „Kunst und Kultur ernähren den Geist“, so Wölfges.

Im Anschluss bekräftigte Vok Dams, Gründer des Atelierhauses Wuppertal, dass Kunst ein zentrales Kommunikationsmittel ist und es bei einem gedanklichen Austausch zwischen Künstlern und Unternehmen darauf ankommt, dass beide Seiten einen Mehrwert für sich gewinnen können.

Christoph Leonhards, ein Vorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren Wuppertal, führte aus, dass das Konzept des Vereins darin besteht, den Wirtschaftsstandort Wuppertal zu fördern. Hierbei sieht er die Förderung der Kultur als unerlässlichen Zusatz und schlug vor, neben der eigentlichen Zusammensetzung der Mitglieder aus Selbstständigen und Führungskräften auch Künstler, die als Freiberufler tätig sind, aufzunehmen.

Der in Bonn lebende Künstler Daniel Hoernemann brachte als Beispiel für einen gegenseitigen Austausch das Hospitieren zwischen Künstlern und Unternehmen an. Er erläuterte, dass es für einen Künstler durchaus Sinn machen kann, neben dem Verkauf der eigenen Werke auch die Art und Weise kreativ und innovativ zu Denken anbieten zu können.

In der abschließenden gemeinsamen Gruppendiskussion, die sich der Fishbowl-Methode bediente,  stellte sich nochmals heraus, wie wichtig Kultur ist, um interdisziplinäre Brücken zu schlagen. Für eine Humanisierung der Arbeitswelt und das effektive sowie innovative Lösen eingefahrener Arbeitsprozesse in der Wirtschaft bedarf es jedoch eines persönlichen Kontaktes der Beteiligten und ausreichend Freiraum für die künstlerische Praxis.

Gastbeitrag von Stefanie Valerie Ney

„KUNST trifft Wirtschaft“ – ein Gespräch mit der Firma KROHNE im Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg 29. November 2018
  

links: Michael Rademacher-Dubbick, Mitte: Kristian Dubbick, rechts: Walter Smerling
Fotos: Jochen Müller

 

Am Sonntag, den 11.11.2018 fand im Duisburger Museum ein Gespräch mit den beiden Geschäftsführern der Firma KROHNE in Duisburg statt über Kunst im Arbeitsalltag, gesellschaftliche Verantwortung und einen Maler als Firmenchef.

Das Duisburger Familienunternehmen KROHNE, das im Bereich der industriellen Prozess-Messtechnik tätig ist, beherbergt eine beachtliche Kunstsammlung mit unterschiedlichen Positionen. Im Interview mit dem MKM-Direktor Walter Smerling sprachen die beiden Brüder Michael Rademacher-Dubbick (Geschäftsführer) und Kristian Dubbick, der selber Maler ist, über die Sammlung und ihre Bedeutung für den Berufsalltag der Mitarbeiter.

Gleich zu Beginn betonten die beiden Brüder des Familienunternehmens, dass die Kunst in der Firma eine lange Tradition besitzt, da der Vater bereits Kunst sammelte. Daraus erklärt sich, dass die Bilder selbstverständlich zur Firma gehören und eine solche Tradition die Unternehmenssammlung durchaus stärkt.

Unlängst sind die Werke der Sammlung daher ein fester Bestandteil des Arbeitsumfelds der Mitarbeiter. Durch die automatische Auseinandersetzung mit den Werken am Arbeitsplatz, soll vor allem kreatives Denken und somit die Produktivität der Mitarbeiter gefördert werden. Mithilfe der Kunst wird versucht, die Angestellten dazu zu animieren, über den Tellerrand zu blicken, sich inspirieren zu lassen und die Gedanken offen zu halten.

Außerdem organisiert die Firma, neben kleinen Rundgängen für die Mitarbeiter, die vereinzelte Führungen an, um die Sammlung zunehmend der Öffentlichkeit durch zugänglich zu machen.

Des Weiteren ist eine Wertsteigerung der Sammlung kein erklärtes Ziel, vielmehr seien die Kunstwerke Teil der Unternehmenskultur und sollen diese bestärken. Daher sammelt die Unternehmerfamilie überwiegend Werke von Künstlern, mit denen man sich gut versteht und deren Arbeiten zur Firmenidentität passen. Diese Nähe zu den Künstlern wurde demonstriert durch die Anwesenheit einiger Künstler, die auch einige Worte über ihr Verhältnis zum Unternehmen mitteilten, darunter der Künstlerfotograf Bernd Jansen.

Über die reine Materialität der Werke hinaus ist auch das freie, künstlerische Denken für die Mitarbeiter von Vorteil. Dass man von diesem Denken profitieren kann, betonte der Mitarbeiter Lars Lemke aus dem Entwicklungs-Team. Demnach kann die Kreativität der Kunst genutzt werden, um Hürden im Arbeitsprozess innovativer und erfolgreicher zu lösen.

Durch das Engagement für Kunst sehen sich die Brüder auch in der Pflicht, eine gesellschaftliche und soziale Verantwortung für die Duisburger Kulturszene, zu übernehmen. Daher fördert das Unternehmen beispielsweise die hiesigen Philharmoniker. Um das kulturelle Leben einer Stadt aufrecht zu erhalten, muss man – laut Rademacher-Dubbick -immer an der Förderung der Kultur dranbleiben und versuchen, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.

Gastbeitrag von Stefanie Valerie Ney

VONOVIA AWARD vergeben 26. November 2018


© Vonovia Award für Fotografie 2018, (v.l) 1. Preisträger Norman Hoppenheit , 2. Preisträgerin Paula Markert,3 Preisträgerin Lara Wilde und Gewinnerin der Besten Nachwuchsarbeit Nanna Heitmann

Am 22. November 2018 fand in der Alten Kämmerei in Düsseldorf die Preisverleihung des VONOVIA AWARDs FÜR FOTOGRAFIE statt.

Die Vonovia SE ist ein deutsches Wohnungsunternehmen mit Sitz in Bochum. Sie wurde 2001 als Deutsche Annington Immobilien AG, kurz DAIG, gegründet. Mit 486.531 eigenen und für Dritte verwalteten Wohnungen ist sie das größte Wohnungsunternehmen und der größte private Vermieter Deutschlands.

2017 hat das Unternehmen – entsprechend seiner Ausrichtung – erstmals den Fotopreis ausgeschrieben. Der VONOVIA AWARD FÜR FOTOGRAFIE lädt Nachwuchs- und etablierte FotografInnen ein, sich mit dem Motto »ZUHAUSE« auseinanderzusetzen und das Thema auf künstlerische, konzeptionelle, journalistische oder dokumentarische Weise neu zu interpretieren. Die Potenziale der Fotografie im digitalen Zeitalter zu untersuchen, ist ein Ziel des Wettbewerbes, der sich auch der Entdeckung besonderer Positionen und neuer Talente widmet.

Der VONOVIA AWARD FÜR FOTOGRAFIE wurde dieses Jahr zum 2. Mal verliehen. Die Auszeichnung ist einer der wichtigsten neuen deutschen Fotopreise. Rund 430 hauptberufliche FotografInnen und Nachwuchstalente haben dieses Jahr ihre Bildstrecken zum Thema »ZUHAUSE« eingereicht. Insgesamt ist der Wettbewerb mit 42.000 Euro Preisgeld dotiert. Das Preisgeld wird jährlich aufgeteilt auf drei Hauptpreise für professionelle FotografenInnen und KünstlerInnen, die mit dem Medium Fotografie arbeiten, sowie einen Nachwuchspreis für junge FotografInnen unter 26 Jahren.

Der 1. Preis (15.000 Euro) der Hauptkategorie „Beste Fotoserie“ ging an den freien Fotografen Norman Hoppenheit (geb. 1984) für seine Serie Dreesch, 2016/17, eine Plattenbausiedlung in Schwerin, in der er aufwuchs.

Mit dem 2. Preis (12.000 Euro) in der Hauptkategorie „Beste Fotoserie“ wurde Paula Markert ausgezeichnet (geb. 1982), die als freischaffende Dokumentarfotografin in Hamburg arbeitet und mit ihren Langzeitprojekten bereits mehrere Preise gewonnen hat (u.a. Wüstenrot Preis 09, den BFF Preis für Dokumentarfotografie 2012, Lead Award Bronze 2016). Ihre neue Arbeit Ring/Halqa, 2018, ist Steilshoop gewidmet, einem Stadtteil im Norden Hamburgs, der 1969 für über 20.000 Menschen erbaut wurde

Der 3. Preis (10.000 Euro) in der Hauptkategorie „Beste Fotoserie“ ging an die freiberufliche Berliner Fotografin und Regisseurin Lara Wilde (geb. 1988). Sie gewann u.a. bereits den 2. Platz des Shift Photo Award und den 2. Preis des Fine Art Photography Price von Lensculture. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Serie Exposed Landscapes, 2016-2018, die einen Einblick in den Privatraum der Protagonisten gibt.

In der Kategorie „Beste Nachwuchsarbeit“ (5.000 Euro) setzte sich Nanna Heitmann (geb. 1995) mit ihrer Serie Weg vom Fenster – Das Ende einer Ära, 2017, gegen sieben Finalisten durch. Sie wurde 2018 bereits mit dem World Report Award | Documenting Humanity ausgezeichnet. Ihre Fotostrecke beschäftigt sich mit der Schließung der Zeche Prosper Haniel 2018. Sie war die letzte, noch aktive Zeche im Ruhrgebiet. Dort hat Nanna Heitmann das Ende einer Ära dokumentiert, den Kohleabbau und die Kumpel fotografiert, die nicht nur ihre Arbeit, sondern auch die Gruppe, die Gemeinschaft und die Kollegen verlieren werden.
Das Sprichwort „Weg vom Fenster“ kommt daher, dass die Kumpel oft am Fenster standen und denen zuwinkten, die zur Arbeit gingen. Einige von ihnen standen eines Tages nicht mehr am Fenster, weil sie durch die Kohlenstaubbelastung in der Lunge gestorben sind. Dies erzählte die Preisträgerin anrührend während der Preisverleihung.

Bereits die Firma Wüstenrot schreibt alljährlich einen Fotopreis aus.

Weitere Infos: https://award.vonovia.de/

Chronik der Ereignisse: Die Idee, Kunst und Wirtschaft zu verbinden, schreitet voran 08. November 2018


Zeichnung von Markus Vater

„Dein Zug kommt ins Rollen…“

So schrieb mir neulich ein Journalist und sandte mir zwei Veranstaltungshinweise zu, die mit Kunst und Wirtschaft zu tun haben. Seit sechs Jahren arbeite ich mit Art Coaching an der Schnittstelle von Kunst und Wirtschaft. Mein Buch „Wirtschaft trifft Kunst“ ist vor einem Jahr erschienen. Seitdem bin ich unterwegs, stelle das Buch vor und halte Vorträge, um aufzuzeigen, „warum Kunst Unternehmen gut tut“. Nun schlägt es Wellen…
In der Tat werde ich gerade überrollt von Hinweisen zu Veranstaltungen rund um das Thema. Es ist zu hoffen, dass die Kunst immer stärkere Bedeutung in der Wirtschaft erhält, weil sie die so dringend benötigte Kreativität und Kommunikation fördern kann.
Das Thema an sich ist durch die Medici in Florenz erstmals entwickelt worden, d.h. die gegenseitige Befruchtung von Kunst und Wirtschaft. Heute erlangt es neue Bedeutung und Relevanz durch die Digitalisierung und neue Arbeitswelt.

Am 29. September fand in Wien
ein Ball statt: Futureball: Die Zukunft als Wechselspiel zwischen Kunst und Wirtschaft
https://futurezone.at/digital-life/die-zukunft-als-wechselspiel-zwischen-kunst-und-wirtschaft/400091501

8. und 9. November 2018 in Nürnberg
Es tagt der Kulturkreis im BDI unter dem Motto
Von der Kunst lernen. Künstlerische Prozesse als Vorbild für Innovation und Kreativität in der Wirtschaft
Mit dabei ist Hermann J Kassel, ein Mitautor in meinem Buch und die Managerin von Bosch von der Platform12, die auch in meinem Buch vorgestellt wird. Zudem hat der Kulturkreis erstmals eine Grafikrecorderin für die Sitzung engagiert. Das Thema wird ebenfalls mit einem Beitrag im Buch „Wirtschaft trifft Kunst“ vorgestellt.
Ich habe das Buch im Magazin des Kulturkreises vorgestellt.
KULTURKREIS MAGAZIN_No 61_Beitrag UL

 11. November, 11 Uhr in Duisburg
Kunst trifft Wirtschaft
Unter diesem Motto stellt Kristian Dubbick, Firmeninhaber von Krohne in Duisburg und selbst Maler, mit seinem Bruder die Sammlung im Museum Küppersmühle (MKM) vor. Zuvor wurde sie ausgestellt im Duisburger Kunstverein.
Ich habe in meinem Buch bereits auf die Sammlung hingewiesen.
https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburg-firma-krohne-foerdert-kunst_aid-32784967
http://www.museum-kueppersmuehle.de/

16. November, Düsseldorf, 19 Uhr
Der Blooom Award der Firma Warsteiner wird auf der Kunstmesse Art Düsseldorf verliehen
Mehr als 2.800 Nachwuchskünstler aus 97 Ländern haben sich in diesem Jahr für den BLOOOM Award by WARSTEINER beworben. Nun stehen die Finalisten der Sonderausstellung 2018 fest und präsentieren ihre Kunstwerke auf der BLOOOM Award Sonderausstellung.
Kaltstahlhalle, Areal Böhler, Düsseldorf

16. November, Düsseldorf
Wenn Unternehmen etwas mit Kunst und Kultur unternehmen.
Die Nadel der Medici wird alle zwei Jahre vom gleichnamigen Verein an Unternehmen und Institutionen verliehen, die sich für Kunst engagieren.
Areal Böhler

Montag, 19. November 2018, von 19:00 bis 21:00 Uhr in Wuppertal
12. Jour fixe: „Kunst trifft Wirtschaft II“
in der Stadtsparkasse. Gastgeber: Freies Netz Werk Kultur
Für das Freie Netz Werk Kultur durfte ich bei der ersten Ausgabe des Talks einen Vortrag halten.
https://www.facebook.com/events/735809046776842/

22.-25. November 2018 in Hamburg
add art öffnet wieder die Türen zu Hamburgs Unernehmenssammlungen
„add art – Hamburgs Wirtschaft öffnet Türen für Kunst“ hat sich zum Ziel gesetzt, unternehmerische Kunstförderung in Hamburg erlebbar zu machen. Die Kunst in Unternehmensräumen ist dafür der Fixpunkt. Davon ausgehend lässt sich erkennen und hinterfragen, welchen Stellenwert Kunst für Unternehmen hat, welche Sammlungs- und Förderkonzepte hinter einem Kunstengagement stehen, sowie welche Formen des Zusammenwirkens zwischen Unternehmen und Künstlern bestehen.
Mitinitiator Hubertus Barby schrieb über die ersten Jahre add art in meinem Buch.
https://www.addart.de/hamburg/add-art-hamburg/

25. November 2018 bis 12. April 2019 in Wuppertal
Unter der Überschrift „Bilder zur  kreativen Transformation im kulturellen Wandel“ zeigt der Wuppertaler Maler Christian von Grumbkow seine Arbeiten im Vok Dams ATELIERHAUS in Wuppertal.
„Zukunft. Kunst.“ ist der Titel der Ausstellung, die von der Kunst des gesellschaftlichen Wandels zu den Auswirkungen auf künstlerische Prozesse und zu eindrucksvollen Ergebnissen führt. Mit dem intuitiven Erkennen und visuellen Erfassen von Transformationen in unserer Gesellschaft leistet der Künstler damit seinen Beitrag zu „Zukunft. Kunst.“
Im Atelierhaus hielt ich zur Vernissage und Finissage zum 5-jährigen Jubiläum und zu Kunst und Wirtschaft einen Vortrag.
http://vokdamsatelierhaus.de/naechste-atelierhaus-ausstellungbilder-zur-kreativen-transformation/?fbclid=IwAR3kYfhDaRCeJpnHKexYC_TDUfIvG5suwarrP3J-rPAAe7jUaYZzEbwvjSA

Am 23. November in München:
„Wie bereits angekündigt, lade ich Sie hiermit recht herzlich zu unserem Herbst-Event 2018 ein. Ganz entsprechend unserem Motto „Wirtschaft trifft Kunst“ habe ich wieder einen spannenden Künstler, Brian McBride, ins LIFE WORK ARTS geholt.“
https://www.life-work-arts.de/

 6. Dezember von 13:30 Uhr bis 18:00 Uhr in Düsseldorf
Werte Wandel Widersprüche. Die neuen Gesetze der Innovation
Bei dieser Veranstaltung ist Dr. Hans-Dietrich Reckhaus, Insect Respect, Firma Reckhaus dabei. Er ist Autor in meinem Buch.
https://www.creative.nrw.de/news/artikel/werte-wandel-widersprueche.html

Wenn das kein Aufbruch ist!

Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
an: info@art-coaching.info

Die LBBW in Stuttgart verstärkt ihre Sammlungsaktivitäten 07. Mai 2018
Arbeit von Thomas Grünfeld aus der Sammlung der LBBW – ausgestellt auf der art cologne

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mit Hauptsitz in Stuttgart hat eine hervorragende Sammlung mit Museumsqualität. Über 3.000 Werke umfasst diese Corporate Collection inzwischen – von Franz Ackermann und Stephan Balkenhol über Andreas Gursky, Jorge Pardo, Rosemarie Trockel und Tobias Reberger bis zu Peter Zimmermann sind große, bekannte Künstler vertreten, einige von ihnen wurden schon früh gekauft. Zum Teil sind es ganze Werkblöcke, die auch einen kleinen Einblick geben in die Entwicklung der Werkgenese. Der Start der Sammlung liegt in den 1970er Jahren, als viele andere Unternehmen und Banken begannen Kunst zu sammeln (so u.a. Daimler, BMW und die Deutsche Bank).
Der konzeptuelle Schwerpunkt lag zunächst bei Künstlern aus Stuttgart und Baden-Württemberg, so auch viele, die an den Akademien in Karlsruhe und Stuttgart unterrichten. In ihrem heutigen Sammlungsschwerpunkt widmet sich die Kunstsammlung unter dem Stichwort Collecting Contemporary ausschließlich der international renommierten, zeitgenössischen deutschen Kunst. Allein an die 1.000 Werke werden im Hauptsitz in Stuttgart präsentiert. Kurator der Sammlung ist Lutz Casper.

In Kooperation mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) wurden Teile der Sammlung öffentlich gezeigt. Bei der letzten art cologne im April 18 wurde unter dem Titel „Comeback – Sammlung LBBW – Bereit für Neues“ ein kleiner Ausschnitt gezeigt und damit das Comeback gefeiert. Viele Jahre war es ruhig geworden. Doch nun möchte die LBBW ihre Sammlung erweitern und verstärkt der Öffentlichkeit zugänglich machen, sie vermitteln und das Informationsangebot erweitern.

„Wir als Bank bekennen uns zu Kunst als einer wertvollen Facette unserer Unternehmenskultur. Kunst ist ein wichtiges materielles und geistiges Erbe unserer Gesellschaft, das auch wir bewahren und fördern wollen. Denn Banken sind Teil der Gesellschaft und als solcher in der Pflicht, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, betont LBBW-Vorstand und Kuratoriumsvorsitzender Thorsten Schönenberger. „Und wir wollen sie einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. (…) Kunst erfordert aber auch, immer am Puls der Zeit zu bleiben und sich in Neuland zu wagen. In diesem Sinne werden wir unsere Sammlung kontinuierlich weiterentwickeln. Auf einen intensiven und spannenden Dialog mit der Kunst und den vielen Menschen, die mit ihr zu tun haben, freuen wir uns schon sehr.“ (Quelle: Pressemitteilung vom 17.4.18)

Um die Aktivitäten voranzutreiben, wurde ein ehrenamtliches Sammlungskuratorium gebildet. Die konstituierende Sitzung fand am 9. April 18 statt. Das Kuratorium wird die Landesbank
Baden-Württemberg in allen Bereichen der Kunst und ihrer Förderung beraten, Empfehlungen aussprechen und auch den weiteren Aufbau der Sammlung begleiten.

Zum erweiterten Aufgabengebiet gehören die Entwicklung von Ausstellungskonzepten und neuen Sammlungspräsentationen in den Hauptgebäuden der LBBW, der LBBW Art Club mit Veranstaltungen für Mitarbeiter und Kunden sowie Präsentationen und Lectures zur zeitgenössischen Kunst. Auch die Produktion von Publikationen ist geplant.

weitere Infos

Warsteiner Kunstpreis ausgeschrieben, Bewerbung bis 31.7.18, Verleihung auf der art düsseldorf 29. April 2018

BLOOOM Award by WARSTEINER 201
Künstler können sich bis zum 31. Juli um den internationalen Kunstpreis bewerben
Bis zum 31. Juli läuft die Bewerbungsphase für „Deutschlands größten offenen internationalen Kunstpreis“, so das Unternehmen Warsteiner.

Zur Teilnahme berechtigt sind alle Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Es gibt keine maximale Altersbeschränkung. Pro Künstler darf nur eine Arbeit eingereicht werden.
Die Teilnahme erfolgt online unter www.blooomaward.com und ist bis zum 31. Juli 2018, 23:59 Uhr (Einreichung des vollständigen Teilnahmeformulars) möglich.

Auf die Gewinner warten attraktive Preise (http://www.blooomawardbywarsteiner.com/Preise). Außerdem präsentieren alle Finalisten ihre Werke vom 16. bis zum 18. November 2018 auf der art düsseldorf vor einem großen Publikum.
Die Zahlen beweisen, dass das Interesse daran groß ist: Im Jahr 2017 bewarben sich 2.300 Kunstschaffende aus 90 Ländern um den Award. Das war im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von 15 Prozent und sprengte erneut den Teilnehmerrekord.
Die Jury des BLOOOM Award by WARSTEINER besteht – wie 2017 – aus: Catharina Cramer (Schirmherrin und Inhaberin der Warsteiner Gruppe), Yasha Young (Direktorin und Kuratorin von Urban Nation) und Walter Gehlen (Direktor der art Düsseldorf). Sie werden jedes Jahr aufs Neue um weitere Juroren aus der Kunstwelt und Kreativindustrie ergänzt.2017 waren es u.a. Prof. Dr. Stephan Berg, Leiter des Kunstmuseum Bonn, Alain Bieber, Direktor des NRW-Forum und Uwe Flade, Musikvideo-Regisseur.
Für Catharina Cramer ist es wichtig, im Rahmen der Kulturförderung ihres Unternehmens einen Teil dazu beizutragen, neue Wege in der Kunstszene zu gehen und junge Künstler zu fördern.
Weitere Informationen unter http://www.blooomawardbywarsteiner.com/
Kunst privat! – Ein Rundgang durch Hessens Unternehmenssammlungen am 9./10.6.18 29. April 2018

Anmeldung ab 9. Mai, 9.00 Uhr
Veranstaltung am Wochenende 9./10. Juni 18 in Hessen

Diese Veranstaltung ist ein unbedingtes „Muss“, wenn man sich über Unternehmenssammlungen informieren und sie sehen möchte.
Seit 2005 organisiert das Hessische Ministerium für Wirtschaft diesen Rundgang durch Hessens Corporate Collections.

Bei der Aktion „Kunst privat!“ (ein irreführender Titel) öffnen an dem Wochenende 9./10. Juni über 30 Unternehmen und Institutionen in vielen hessischen Städten ihre Kunstsammlungen für Besucher. Die sonst nicht öffentlich zugänglichen Werke zeigen verschiedene Epochen und Sammlungen, von der Renaissance bis in die Gegenwart, von Gemälden bis hin zu Fotografien und Installationen.

Die Teilnahme an Führungen ist kostenlos und bedarf lediglich einer Anmeldung.

Das vollständige Programmheft kann hier abgerufen werden: kunstprivat_broschuere_18. Auf der Seite www.kunstprivat.net können sich Interessenten ab 9. Mai, 9.00 Uhr, zu den Kunstführungen anmelden. Auch direkte Anmeldungen bei den teilnehmenden Unternehmen sind möglich.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass umgehende Anmeldungen zum Erfolg führen. Die zumeist auf nur etwa 10-20 Personen reduzierten Rundgänge sind schnell ausgebucht.

„Kunst privat!“ ist eine Initiative der Wirtschaft und wird vor allem durch das Engagement der beteiligten Unternehmen getragen, die so ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen.

Best Practice: Secorvo, eine mittelständische Firma aus Karlsruhe 09. März 2018

Das mittelständische Karlsruher Beratungsunternehmen Secorvo arbeitet seit vielen Jahren eng mit nur einen einzigen Künstler mit Namen Thitz – aus Winterbach bei Stuttgart.

Mit einer Leihgabe von fünfzehn Arbeiten anlässlich eines von Secorvo veranstalteten Kundenevents fing alles an: „Inzwischen gibt es nur noch wenige Wände im Unternehmen ohne die erfrischenden Bilder“, heißt es in einem Artikel des Karlsruher Wirtschaftsspiegels. „Und das nicht ohne Grund: `Erfolgreiche Künstler und Berater haben viele Gemeinsamkeiten. Beide leben von Kreativität, Ideen und Inspiration. Bei beiden sind die Arbeitsergebnisse immer ganz unmittelbar dem kritischen Blick des Betrachters ausgesetzt. Daher stellen beide an ihre Arbeiten hohe Qualitätsanforderungen. Und beide stehen mit jedem neuen Projekt, jeder neuen Arbeit vor einer neuen Herausforderung´, erläutert Dirk Fox, Geschäftsführer von Secorvo. `Bei den Arbeiten von Thitz kommt dazu, dass sie den Witz und die Lebensfreude des Künstlers ausstrahlen. Wer von solchen Bildern umgeben ist, kann nur gute Laune bekommen. Gelingt die Auswahl, kann das zudem die Bindung an das Unternehmen verstärken – eine Mitarbeiterin von Secorvo bringt es auf den Punkt: `Kündigen ist jetzt keine Option mehr – dann müsste ich ja auf meinen Thitz verzichten.´“

Die Kunst dient bei Secorvo somit dem Personalmanagement (insbesondere der Mitarbeiterbindung), der Corporate Social Responsibility (Förderung eines regionalen Künstlers) und dem Marketing (Schärfen der Arbeitgebermarke).

 

Best Practice: Kunst bei der BEST GRUPPE Düsseldorf 09. März 2018


Foto: Bild von Peter Uka

Die BEST GRUPPE in Düsseldorf fördert pro Jahr einen Künstler aus der Kunstakademie Düsseldorf. Eine Vorjury von Professoren der Akademie schlägt Künstler vor. Der Preis umfasst ein zwölf-monatiges Stipendium für den jeweiligen Künstler mit insgesamt 12.000 Euro, eine Einzelausstellung in den Büroräumen der BEST GRUPPE über das gesamte Jahr sowie den Katalog zur Ausstellung. Ferner erwirbt die BEST GRUPPE mindestens zwei Werke des Stipendiaten.

Mit der Förderung für die Künstler ist auch eine Förderung für die Mitarbeiter verbunden. Die Mitarbeiter helfen bei der Vernissage und lernen den Künstler über das Jahr hinweg kennen. Sie erhalten somit einen intensiven Kontakt zum Künstler, zu seinem Denken und Wirken. Manche Freundschaften und gegenseitige private Einladungen sind so entstanden.

Ein Ziel des Projekts sei es, die „Akzeptanz von anderen Lebensentwürfen“ zu fördern, so die Leiterin der Unternehmenskommunikation Petra Rieke. Die Mitarbeiter können Fragen an die Bilder und den Künstler stellen, um zu verstehen, welche Gedanken er oder sie sich gemacht hat. „Der Blick auf Dinge ändert sich.“ Zudem erhalten die Mitarbeiter durch die originalen Kunstwerke am Arbeitsplatz eine „wertige Umgebung“, so Rieke.

Ausschreibung Atelierstipendium LKART 27. November 2017

Die Open Source Festival gGmbH hält ab dem 1. Januar 2018 einen neuen Ort des Schaffens für junge KünstlerInnen bereit. In der Völklinger Str. 24, dem ehemaligen Landeskriminalamt in Düsseldorf-Unterbilk, entstehen im 1. Obergeschoss derzeit 13-15 Atelierräume (je 10-52 qm), unter dem Projektnamen LKART, für bis zu 30 KünstlerInnen. Die Ateliers können für 2 Jahre als Zwischennutzung durch junge KünstlerInnen aller Disziplinen aus dem Rheinland angemietet werden. Die JULIA STOSCHEK COLLECTION wird im Zuge dessen zwei Atelierstipendien für KünstlerInnen mit dem Schwerpunkt zeitbasierter Medienkunst für die Laufzeit eines Jahres fördern, beginnend zum 1. Januar 2018.

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Ankündigung: Vortrag „Gaukler, Quacksalber und Scharlatane – Die Zahnmedizin im Spiegel der Kunst” 27. November 2017

Referentin: Dr. Bettina Broxtermann, Kunsthistorikerin
Termin: Mittwoch, 13. Dezember 2017, 19:00 Uhr
Eintritt: 5 €
Treffpunkt: Kunstraum Gerdi Gutperle, Heidelberger Straße 9, 68519 Viernheim
Um Anmeldung wird gebeten: per E-Mail an info@kunstraum-gerdigutperle.de oder telefonisch unter 06204- 9145730.

Dr. Bettina Broxtermann greift bei ihrem Vortrag auf die umfangreiche Kunstsammlung der Firma BonaDent, Frankfurt, zurück. In vierzig Jahren trug Manfred Schmitt für sein Unternehmen eine vielseitige Kollektion aus Gemälden, Kupferstichen, Skulpturen, Büchern und Gerätschaften rund um die Zahnmedizin und ihre Schutzpatronin zusammen.

Vortrag von Richard David Precht 26. November 2017

Ich habe heute den Vortrag von Richard David Precht im ausverkauften Schauspielhaus Düsseldorf hören können.
Er redete im Wesentlichen über die dringend notwendige Schulreform im Kontext der Digitalisierung, Industrie 4.0 und des gesellschaftlichen Umbruchs. Precht fordert interdisziplinaere Projektarbeit statt Lernfaecher, ein Casting für Lehrer, die aus der Praxis kommen und lebendigen Unterricht gestalten können. Seine Idee ist, Lehrerakademien für alle Lehrer einzurichten (in denen u.a. Rhetorik und lebendiger Unterricht gelehrt wird) und Lernhaeuser. Es geht um die Ausbildung von Kompetenzen wie Humor, intrinsische Motivation, Kreativität (mein Reden) und Teambildung. Keine Ausbildung von Facharbeitern, weil man jetzt noch nicht weiß, welche Berufe überhaupt noch da sein werden und welche kommen. Vor allem muss das Schulsystem von unten revolutioniert werden. Warum, hat er eindeutig und plastisch dargestellt anhand der verkrusteten Verwaltung, Ministerien und Eitelkeiten der Zuständigen.

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