Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar. (Paul Klee)

Kunst als Mehrwert für die Wirtschaft

Kunst ist inmitten unserer Gesellschaft angekommen

Der Kunstmarkt boomt, die Besucherzahlen in Museen steigen rasant und auch in den Medien wird mehr und mehr über Kunst berichtet. Kunst ist inmitten unserer Gesellschaft angekommen. Auch Unternehmen wenden sich häufiger der Kunst zu. Sie sammeln Kunst (Corporate Collections) oder stellen sie temporär aus. Kunst inspiriert in den eigenen Büroräumen, im Büro des Chefs, in Fluren und Foyers die Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und Besucher.

Doch in vielen Fällen wird die vorhandene Kunst nicht oder kaum in den Arbeitsalltag integriert. Sie bleibt stummer Diener und Dekor an der Wand. Dabei hat sie das große Potential, eine Firma auf modernste Weise zu unterstützen.

Gute Unternehmenskultur ist der Nährboden für den Erfolg eines Unternehmens

Heute wird von den großen Umwälzungen gesprochen. Die globale Herausforderung, der Erfolgsdruck und Konkurrenzkampf, Fusionierungen und auch der Fachkräftemangel durch den demografischen Wandel sind nur einige Gründe. Führungskräfte müssen heute mehr denn je viele Aufgaben bewerkstelligen können und sich mit zahlreichen Fähigkeiten und Soft Skills – neben ihrem Fachwissen – wappnen, um das Unternehmen erfolgreich zu führen und am Markt zu bestehen. Dazu gehört auch Kreativität und Ideenreichtum, um Innovationen und damit Wettbewerbsvorteile schaffen zu können.

Wie kann das gelingen?

Unternehmer sind wie Künstler, sie sind Kreative, Pioniere und ihrer Zeit voraus

Künstler sind Kreative per se. Sie haben im Verlauf der Geschichte für zahlreiche Innovationen gesorgt. Auch in der Kunst wird gefragt: Wer war der erste? Wer hat den Stein ins Rollen gebracht, von dem nachher so viele profitieren?

Was lernen wir daraus für die Wirtschaft?

Führungskräfte können nicht wie Künstler machen, was und wann sie wollen, denn sie haben ein Team zu leiten. Aber Führungskräfte, die ihre Mitarbeiter wie Künstler betrachten mit je eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen, und diese entsprechend fördern, haben möglicherweise eine reine Talentschmiede und einen potentiellen Innovationspool, mit dem sie ihrer Konkurrenz um viele Nasenlängen voraus sind. Voraussetzung dafür ist die Akzeptanz ihrer Individualität, ihres eigenen Tempos und die Neugier auf ihre Einfälle und Ideen. Denn – wie hat Joseph Beuys es schon richtig gesagt? Jeder Mensch ist ein Künstler.

Kunstwahrnehmung bietet den Anstoß für Kreativität und Innovationen

Um Kunstwerken in ihren Botschaften gerecht zu werden, sollte man im Wahrnehmungsprozess mindestens drei Schritte durchlaufen: dem bloßen Wahrnehmen folgt das Erkennen und dann das Verstehen. Betrachter, die Kunst intensiver wahrnehmen, begeben sich auf eine Entdeckungsreise. Sie „sehen sich ein“ in das Bild, in Form, Farbe und Fläche, in die Komposition und den dargestellten Inhalt, die „Story“ oder in die Windungen und Materialität einer Skulptur.

Kunst wahrzunehmen bedeutet, genau hinzuschauen, Details zu entdecken und sie wieder zur Ganzheit zu führen. Mit Kunst kann genaues Hinsehen, Detailgenauigkeit geschult werden, ebenso die Umsetzung des Gesehenen in Sprache und die Fähigkeit zur Interpretation. Und das ist im Arbeitsalltag unbedingt förderlich. Wie oft kommt es auf ein Detail an, wie oft muss auch ein junger Mensch komplexe Inhalte in Worte fassen können!

Sich Zeit nehmen, Timeout und Work-Life-Balance

Der Kunst näher zu kommen bedarf einer längeren Verweildauer, die gut tut und durchaus auch zur Work-Life-Balance beiträgt. Sich ein Bild anzuschauen heißt auch, sich eine Auszeit zu nehmen, tief einzutauchen in eine andere Welt.

Kunst kann Kommunikation

Sich mit Kunst zu beschäftigen bedeutet, in einen kommunikativen Prozess einzusteigen. Das Kunstwerk per se ist ein nonverbaler „Gesprächspartner“, mit dem der Betrachter einen „Dialog“ führt. Kunst eignet sich dazu, mit anderen das Gesehene zu teilen oder auch zu überprüfen und zu ergänzen. Nicht alle Betrachter sehen alles und nicht alle sehen das Gleiche, obwohl es sich um dasselbe Werk handelt. Das alte Kinderspiel „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ kann hier auf sinnvolle Weise zum Leben erweckt werden.

Gerade eine gemeinsame Kunstbetrachtung ist geeignet, sich näher kennenzulernen. Denn in dem Gespräch erfährt man auch mehr über den oder die andere. Man kann unterschiedlicher Meinung sein und ist dabei tolerant dem anderen gegenüber. Im Austausch kann die eigene Wahrnehmung auch noch geschärft und Toleranz geübt werden – gegenüber dem Kunstwerk und dem Kollegen.

ART | COACHING begleitet diese Prozesse, arbeitet im Einzel- und Gruppencoaching mit Kunst und setzt sie effizient, zielgerecht ein.