VONOVIA AWARD vergeben


© Vonovia Award für Fotografie 2018, (v.l) 1. Preisträger Norman Hoppenheit , 2. Preisträgerin Paula Markert,3 Preisträgerin Lara Wilde und Gewinnerin der Besten Nachwuchsarbeit Nanna Heitmann

Am 22. November 2018 fand in der Alten Kämmerei in Düsseldorf die Preisverleihung des VONOVIA AWARDs FÜR FOTOGRAFIE statt.

Die Vonovia SE ist ein deutsches Wohnungsunternehmen mit Sitz in Bochum. Sie wurde 2001 als Deutsche Annington Immobilien AG, kurz DAIG, gegründet. Mit 486.531 eigenen und für Dritte verwalteten Wohnungen ist sie das größte Wohnungsunternehmen und der größte private Vermieter Deutschlands.

2017 hat das Unternehmen – entsprechend seiner Ausrichtung – erstmals den Fotopreis ausgeschrieben. Der VONOVIA AWARD FÜR FOTOGRAFIE lädt Nachwuchs- und etablierte FotografInnen ein, sich mit dem Motto »ZUHAUSE« auseinanderzusetzen und das Thema auf künstlerische, konzeptionelle, journalistische oder dokumentarische Weise neu zu interpretieren. Die Potenziale der Fotografie im digitalen Zeitalter zu untersuchen, ist ein Ziel des Wettbewerbes, der sich auch der Entdeckung besonderer Positionen und neuer Talente widmet.

Der VONOVIA AWARD FÜR FOTOGRAFIE wurde dieses Jahr zum 2. Mal verliehen. Die Auszeichnung ist einer der wichtigsten neuen deutschen Fotopreise. Rund 430 hauptberufliche FotografInnen und Nachwuchstalente haben dieses Jahr ihre Bildstrecken zum Thema »ZUHAUSE« eingereicht. Insgesamt ist der Wettbewerb mit 42.000 Euro Preisgeld dotiert. Das Preisgeld wird jährlich aufgeteilt auf drei Hauptpreise für professionelle FotografenInnen und KünstlerInnen, die mit dem Medium Fotografie arbeiten, sowie einen Nachwuchspreis für junge FotografInnen unter 26 Jahren.

Der 1. Preis (15.000 Euro) der Hauptkategorie „Beste Fotoserie“ ging an den freien Fotografen Norman Hoppenheit (geb. 1984) für seine Serie Dreesch, 2016/17, eine Plattenbausiedlung in Schwerin, in der er aufwuchs.

Mit dem 2. Preis (12.000 Euro) in der Hauptkategorie „Beste Fotoserie“ wurde Paula Markert ausgezeichnet (geb. 1982), die als freischaffende Dokumentarfotografin in Hamburg arbeitet und mit ihren Langzeitprojekten bereits mehrere Preise gewonnen hat (u.a. Wüstenrot Preis 09, den BFF Preis für Dokumentarfotografie 2012, Lead Award Bronze 2016). Ihre neue Arbeit Ring/Halqa, 2018, ist Steilshoop gewidmet, einem Stadtteil im Norden Hamburgs, der 1969 für über 20.000 Menschen erbaut wurde

Der 3. Preis (10.000 Euro) in der Hauptkategorie „Beste Fotoserie“ ging an die freiberufliche Berliner Fotografin und Regisseurin Lara Wilde (geb. 1988). Sie gewann u.a. bereits den 2. Platz des Shift Photo Award und den 2. Preis des Fine Art Photography Price von Lensculture. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Serie Exposed Landscapes, 2016-2018, die einen Einblick in den Privatraum der Protagonisten gibt.

In der Kategorie „Beste Nachwuchsarbeit“ (5.000 Euro) setzte sich Nanna Heitmann (geb. 1995) mit ihrer Serie Weg vom Fenster – Das Ende einer Ära, 2017, gegen sieben Finalisten durch. Sie wurde 2018 bereits mit dem World Report Award | Documenting Humanity ausgezeichnet. Ihre Fotostrecke beschäftigt sich mit der Schließung der Zeche Prosper Haniel 2018. Sie war die letzte, noch aktive Zeche im Ruhrgebiet. Dort hat Nanna Heitmann das Ende einer Ära dokumentiert, den Kohleabbau und die Kumpel fotografiert, die nicht nur ihre Arbeit, sondern auch die Gruppe, die Gemeinschaft und die Kollegen verlieren werden.
Das Sprichwort “Weg vom Fenster” kommt daher, dass die Kumpel oft am Fenster standen und denen zuwinkten, die zur Arbeit gingen. Einige von ihnen standen eines Tages nicht mehr am Fenster, weil sie durch die Kohlenstaubbelastung in der Lunge gestorben sind. Dies erzählte die Preisträgerin anrührend während der Preisverleihung.

Bereits die Firma Wüstenrot schreibt alljährlich einen Fotopreis aus.

Weitere Infos: https://award.vonovia.de/